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Songs der Bay City Rollers, die es nicht auf die Alben schafften

B-Seiten, Singles und Raritäten der Bay City Rollers, die nie auf einem ihrer Studioalben landeten. Ein Blick auf die verborgenen Seiten der Diskografie.

Bay City Rollers Fanseite Redaktion· Aktualisiert 1. Juli 2026
Songs der Bay City Rollers, die es nicht auf die Alben schafften
Kurz gesagt: Nicht jeder Bay-City-Rollers-Song fand seinen Weg auf ein Studioalbum. Frühe Singles, B-Seiten und Sonderveröffentlichungen blieben oft außerhalb der klassischen Langspielplatten und sind heute gesuchte Raritäten.

Wer die Bay City Rollers nur über ihre Studioalben kennt, übersieht einen ganzen Teil ihrer Geschichte. Zwischen 1971 und 1977 veröffentlichte die schottische Band eine Reihe von Songs, die nie als regulärer Albumtrack auf einer der bekannten Langspielplatten landeten. Manche waren frühe Singles aus einer Zeit, in der es noch gar kein Album gab. Andere versteckten sich auf den Rückseiten der Singles, den sogenannten B-Seiten.

Frühe Singles vor dem ersten Album

Die erste Single der Band, Keep On Dancing, erschien bereits 1971 und erreichte Platz 9 der britischen Charts. Damals sang noch Nobby Clark, und ein eigenes Studioalbum gab es nicht. Erst 1974 kam mit Rollin’ das Debütalbum, das Platz 1 in Großbritannien belegte. Zwischen diesen Jahren standen einzelne Singles für sich allein, ohne dass ein passendes Album sie zusammenfasste.

Das ist typisch für die frühen 70er Jahre. Plattenfirmen wie Bell Records, das Label der frühen Rollers-Hits, brachten Singles oft heraus, um eine Band am Markt zu testen, bevor ein Album überhaupt geplant war. So entstand eine Lücke zwischen den ersten Veröffentlichungen und der späteren Albumphase, in der einige Aufnahmen schlicht keinen Platz fanden.

B-Seiten als unterschätzte Schatzkammer

Jede Single hatte zwei Seiten. Während die A-Seite den Hit trug, der im Radio lief und die Charts erklomm, stand auf der B-Seite häufig ein Song, der sonst nirgendwo erschien. Für die Plattenfirma war das eine Möglichkeit, zusätzliches Material unterzubringen, ohne es prominent zu bewerben.

Genau das macht diese B-Seiten heute interessant. Sie wurden in geringerer Stückzahl wahrgenommen, oft überspielt und selten neu aufgelegt. Sammler, die alle Facetten der Band kennenlernen wollen, finden hier Aufnahmen, die in keiner gängigen Best-of-Zusammenstellung auftauchen. Wer auf der Suche nach diesen Pressungen ist, wird am ehesten im Bereich Vinyl fündig, wo Original-Singles aus den 70er Jahren gehandelt werden.

Der Sonderfall Saturday Night

Ein besonders lehrreiches Beispiel für die verschlungenen Wege der Veröffentlichungen ist Saturday Night. Die ursprüngliche Fassung von 1973 mit Nobby Clark floppte in Großbritannien vollständig. Eine neue Version mit Les McKeown wurde später aufgenommen und 1975/76 ausschließlich in den USA ausgekoppelt, wo sie am 3. Januar 1976 sogar Platz 1 erreichte. Es blieb der einzige US-Nummer-1-Hit der Band.

Dieser Fall zeigt, wie unterschiedlich ein Song je nach Markt und Zeitpunkt behandelt wurde. Mehr zu dieser ungewöhnlichen Geschichte lesen Sie im Beitrag über die Bedeutung von Saturday Night für die Band.

Warum sich die Suche lohnt

Für eingefleischte Fans erzählen gerade die Songs abseits der Alben die ehrlichere Geschichte einer Band. Sie zeigen Experimente, Übergänge und Sängerwechsel, die auf den glatt produzierten Studioalben oft verschwinden. Die klassischen Langspielplatten wie Rollin’, Once Upon a Star oder Wouldn’t You Like It? bleiben das Fundament der Diskografie. Doch erst mit den frühen Singles und B-Seiten wird das Bild vollständig.

Wer tiefer einsteigen möchte, sollte den Blick nicht nur auf die remasterten Alben richten, sondern auch auf Kompilationen und Original-Singles. Eine gute Übersicht über aktuelle Zusammenstellungen bietet unsere Auswahl der besten Bay City Rollers CDs, die viele dieser sonst verstreuten Aufnahmen an einem Ort bündeln.

Häufige Fragen

War Keep On Dancing auf einem Studioalbum?

Die erste Single Keep On Dancing erschien 1971, also vor dem ersten Studioalbum Rollin' (1974). Auf den klassischen UK-Studioalben taucht der Song daher nicht als regulärer Albumtrack auf.

Was ist eine B-Seite?

Die B-Seite war bei einer Vinyl-Single die Rückseite. Sie enthielt oft einen Song, der nicht als eigenständige Single oder auf dem zugehörigen Album veröffentlicht wurde, und ist daher heute oft eine Rarität.

Warum sammeln Fans solche Raritäten?

Songs abseits der Studioalben sind seltener gepresst und dokumentieren die Entwicklung der Band. Für Sammler sind sie deshalb besonders begehrt und auf Original-Vinyl gesucht.